ARLECCINO
Gebet an Pierrot
An Otto von GrotePierrot! Mein Lachen
Hab ich verlernt!
Das Bild des Glanzes
Zerfloß – Zerfloß!
Schwarz weht die Flagge
Mir nur vom Mast.
Pierrot! Mein Lachen
Hab ich verlernt!O gib mir wieder,
Rossarzt der Seele,
Schneemann der Lyrik,
Durchlaucht vom Monde,
Pierrot – mein Lachen.
__________
|
Conrad Michael Georg 1846 -1927
Roman Kap. XIX
Drei
Tage und drei Nächte verrammelt und verriegelt, in meiner Höhle, bei
Frau Theres, in meiner Geisterburg im Lehel.
Im
Seziersaale des Leichenhauses sollten sie’ s vorher getrieben haben.
Stich und das Weib. Da entkamen sie noch. Dann zwischen den Gräbern, in
wahnsinnigen Brunst. Da entkamen sie nicht mehr. Die Wächter
überrumpelten sie.
Und ich
hätte mit der Brieftasche Friedberg auf die Spur geleitet.
•••
Aus
Rache habe Stich dann Friedberg eröffnet, ich hätte Aehnliches verübt.
Mit den Mädchen, vor Jahren. Mit Nanni und Mali. Jetzt würde ich Alles
aufdecken.
Ich
schwimme hinüber. Friedberg jubelt. •••
Friedberg schrei durch’ s Schlüsselloch: „ Stich hat sich im Gefängnis umgebracht.“ Tod und Verderben allen Schurken. Nun ist die Reihe an ihm selbst.
•••
Depesche aus Töpliwodu. •••
Der
Wahnsinn frisst Erde und Sieg. •••
Ich
kehre wieder – Ende
|
______________________
Autor: / Conrad Michael Georg 1846 -1927
Bildnachweis: / Watteau Jean Antoine 1684 - 1721 Der Gleichgültige 1717
Zurück
Startseite