ARLECCINO
Gebet an Pierrot
An Otto von GrotePierrot! Mein Lachen
Hab ich verlernt!
Das Bild des Glanzes
Zerfloß – Zerfloß!
Schwarz weht die Flagge
Mir nur vom Mast.
Pierrot! Mein Lachen
Hab ich verlernt!O gib mir wieder,
Rossarzt der Seele,
Schneemann der Lyrik,
Durchlaucht vom Monde,
Pierrot – mein Lachen.
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Sanders Daniel 1817 - 1897
Citatenlexikon
Leipzig
Verlagsbuchhandlung von J. J. Weber 1899
Narr
2. Du Narr
willst klüger sein als wir.
3. Ein junger Kerl muß sieben ganze Jahre ein Narr sein und,
wenn er etwas Witziges / Weises/ oder Verständiges in diesen sieben
Jahren thut, so muß er aufs neue noch sieben andere Jahre anfangen ein
Narr zu sein.
4. Ein Narr ist
auch ein Bösewicht.
5. Ein Narr
spricht, ein Weiser denkt.
6. Ein Narr trifft allemal
noch einen größeren an, / Der ihn nicht genug bewundern kann.
7. Habt nur Mut, ein Narr zu
sein! Klug zu sein ist billig.
8. Was ein Narr
im Kopf gesetzt, Das hält wie eine Schrift die man in Marmor ätzt.
9. Wie oft weiß nicht ein
Narr durch thöricht Unternehmen / Viel tausend Thoren zu beschämen!
10. Wir leben in
einer Welt, worin ein Narr viele Narren, aber ein weiser Mann nur wenige
Weise macht.
11. Es steht nichts dem
Narren so fern und nichts so nahe als das Genie
12. Dem Narren
gefällt seine Weise wohl.
13. Der Zeit,
des Schreckens Narren sind wir.
14. Eines Narren
Bolzen sind bald verschossen
15. Für einen
Narren spricht er gar nicht schlecht.
16.Da habt ihr’s
mm! Mit Narren sich beladen,/ Das kommt zuletzt dem Teufel selbst zu
Schaden.
17. Ihr seid
alle beiden Narren!
18. Mich dünkt, ich höre ein
ganzes Chor hunderttausend Narren sprechen.
19. Narren giebt’
s überall auf der Welt; /Doch jedem sein eigner am besten gefällt.
20. Unter allem Diebsgesindel
sind die Narren die Schlimmsten: sie rauben euch beides, Zeit und
Stimmung.
21. Verdreßlicher sind keine Narren als
Narren, die Verstand besitzen.
22. Wir Narren der Natur.
23. Ein Reis von
Narrenbaum trägt jeder, wer er sei,/ Der eine deckt es zu, der andre
trägt es frei.
24. Dem Narrenkönige gehört
die Welt
26. Alle Narrheit erschöpfen,
so gelangt man zum Boden der Weisheit.
27. Ein bisschen
Narrheit, das versteht sich, gehört immer zur Poesie
28. Die Narrheit ist ein
Instiger Diener, aber ein trauriger Herr.
29. Was närrisch
war angefangen, / Oft zum besten hinausgegangen.
30. Es geht nun einmal nicht närrischer
zu als gerade bei uns auf der Erde.
31. Der Thor thut nie, was er
sagt; der Weise sagt nie, was er thut.
32. Der Thor
braucht einen Keulenschlag, / Wo dem Weisen ein Wink genügen mag.
33. Im Wasser
liegt ein Stein und wird davon nicht weich; Ein Thor nimmt Weisheit an
und bleibt sich selber gleich. •••
2. Kann
man denn auch nicht lachend sehr ernsthaft sein?
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Leben
2. Lebe, wie du,
wenn du stirbst, Wünschen wirst gelebt zu haben.
3. Wie
rasch das Leben! Wie kurz das Glück! Nimm, Seele, des Tages wahr!
4. Wer wusste das Leben recht zu fassen,/
Wer hat die Hälfte nicht davon verloren/ Im Traum, im Fieber, im
Gespräch mit Thoren,/ In Liebesqual, im leeren Zeitverprassen
5. Wer weiß denn, ob das Leben nicht ein
Sterben ist/ Und Sterben Leben!
6. Was ist Leben? Ein Schatten,
der vorüberstreicht, ein armer Gaukler, /
7. Was ist das
Leben? Ein Wahnsinn ist’ s; / Was ist das Leben? Ein Trugbild nur, / Ein
Schatten und ein flüchtiger Gedanke. / Das höchste Erdengut erscheint
nur klein, / Das ganze Leben nichts ist als ein Traum, Und Träume – sind
Schäume.
8. Vom Leben muß man gehen,
wie man vom Gastmahl geht, Mit Dank für seinen Wert und schnürend sein
Paket.
10. Manche haben zu leben früher
aufgehört als angefangen.
11. Leben ist ja
doch das höchstes Ziel
12. Keinem ist das Leben so
süß, wie dem, welcher jede Todesfurcht verloren hat.
13. Kaum
geboren, stirbt man nach und nach/ Und nähert sich dem Tode Tag für Tag.
/ Drum kann ein Thor nur baun dieses Leben.
14. Ich träume
statt zu leben.
15. Ein Leben
ohne Liebe/ Ist wie Reben ohne Triebe; Ein Leben ohne Glauben/ Ist wie
Reben ohne Trauben; Drum ob dir nichts blieb, / Laß beides dir nicht
rauben!
16. Dreifach haben sie mir
gezeigt, Wenn das Leben uns nachtet, Wie man’ s verraucht, verschläft,
vergeigt/ Und es dreimal verachtet.
17. Den meisten
Menschen vergeht das Leben in der steten Erwartung des Zeitpunktes, an
dem sie nun eigentlich zu leben anfangen werden.
18. Das Leben
wagt der Mut, nicht das Gewissen.
19. Das Leben ist eine
Krankheit, die ganze Welt ein Lazareth! Und der Tod ist unser Arzt.
20. Das Leben
ist ein Darlehn, keine Gabe.
21. Das Leben gilt nichts, wo die
Freiheit fällt.
22. Bleibt doch das Leben
allezeit der größter Schatz.
23. Alle
kräftigen Menschen lieben das Leben. 24. Den Wert des Lebens
bestimmt der Mensch allein; denn das Leben hat nicht mehr Wert, als wir
ihm geben.
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Spiegel
••• Weise
2. Der Weise muß zu den Thoren gehen,/
Sonst würde die Weisheit verloren gehen,/ Da Thoren nie zu den Weisen
kommen.
3. Der Weise Mann ist selten klug / Und
der kluge selten weise.
4.
Der Weise fragt nicht, ob man ihn auch ehrt; / Nur er allein bestimmt
sich seinen Wert.
5.Der Weise
lernt still mit jedem zufrieden sein und jeden redlich achten.
6. Es ist des wahren Weisen Art:/ In
Worten weich, in Thaten hart.
7. Ein Weiser und ein
Thor verstehen sich leichter als zwei Weisen.
8. Die höchste Weisheit
ist, nicht weise stets zu sein.
9.Die Weisheit ist eine
Göttin, die Klugheit eine gute Hausfrau.
10. Die Weisheit ist nur in der
Wahrheit.
11. Schmerz ist der Vater und Liebe die
Mutter der Weisheit.
••• Welt
2. Wer zehnfach in dieser
Welt giebt, wird hundertfach in jener empfangen.
3. Wie du die Welt
ansiehst, so bist du, sagt man. ••• Zeit
2. Es giebt Leute, welche
ihrer Zeit stets um einige Dummheiten voraus sind.
3. Im Schmerze wird die neue Zeit geboren.
4. Die lange schrankenlose Zeit deckt
alles auf, / Was ruht im Dunkel, und verhüllt das Strahlende.
5. Man darf nur leben: /
Verdienste muß die Zeit Recht und Belohnung geben.
6. Zeit ist Geld, aber wer viel Zeit
hat, braucht viel Geld
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Autor: /Sanders Daniel 1817 - 1897 Zitate
Bildnachweis: / Klee Paul 1879 - 1940
1. Gezeichnete 1935
2. Kostuemierter Knabe 1931
3. Seiltaenzer 1923
4. Senecio
5. Baldgreis
6. Engel voller Hoffnung 1939
7. Vergesslicher Engel 1939